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Just another WordPress.com weblog

Wozu der eigene Server?

Ich nutze, wie viele andere auch, eine ganze Menge verschiedener Webdienste. Allen voran wordpress.com, icloud.com, del.icio.us, flickr, dropbox und Instapaper. Schon seit langem beschäftige ich mich mit dem Gedanken, diese Dienste selber zu betreiben (bzw. deren Alternativen). Über das Nachdenken und gelegentliches Suchen, welche Möglichkeiten es gibt, dies umzusetzen bin ich bisher nicht hinausgekommen. Vor 2 Monaten hatte ich mir einen einfachen Shared-Webhoste gebucht. Somit nutze ich schon den Shared-Email-Service des Hoster anstatt iCloud für Emails (Kontakte und Kalender sind noch bei Apple …)

Ein Artikel in der c’t hat mich dann abermals motiviert, das Thema endlich mal anzugehen.

Wichtig für alle Dienste ist aber das WARUM. Daher hier die Gedanken, warum ich die Dienste selber betreiben will. Die hierfür wichtigen Schlagworte sind Datenschutz und Datenhoheit und Verfügbarkeit, aber auch Funktionsumfang und Flexibilität.

Ein Randthema ist das Fremium-Modell vieler Dienste. Ich würde gerne dauerhaft gute Features nutzen, aber ohne regelmäßig zu Zahlen – nicht des Geldes wegen – bin aber auch nicht bereit die Werbung zu ertragen. Gleichzeitig kann ich verstehen, dass einmalige Lizenz-Einnahmen nicht dauerhaft für Einnahmen sorgen (Wobei… geht schon, aber beim WebModell schwer vermittelbar). Adblocker sind eine Lösung, aber am Ende unmoralisch (ich als Entwickler möchte schließlich auch für meine Arbeit bezahlt werden).

Instapaper

Artikel, Tutorials, Anleitungen und Ähnliches landen alle bei Instapaper. Erst zum (später) lesen, dann im Archiv. Kaufentscheidend war auch die Kombination mit einer App, die das Offline-Lesen anbietet. Nur so konnte ich langweiligen Zugfahrten etwas abgewinnen. Browser-Erweiterung bzw. ein Bookmarklet und die Integration in die meisten Feedreader – damals noch Google-Reader und später Newsify in Verbindung mit Feedly – sind seitdem mein ständiger Begleiter und Kriterium Nummer 1 bei neuen Diensten und Apps. Das war mir damals auch sofort das Geld wert.

Hier sortiere ich nur grob in Ordnern, dafür ist die Volltextsuche unverzichtbar. Wer weiß, nach welchem Aspekt eines Artikels oder How-Tos ich mal suchen werde.

Da also nur besondere Artikel bei Instapaper landen und diese auch meine Interessen sowie politische, gesellschaftliche und religiöse Ansichten reflektieren und beeinflussen, ist mir dieser Schatz sehr wichtig und wichtig zu schützen. Somit also auch der erste und wichtigste Kandidat – nach den Emails – für meinen Server.

del.icio.us

Link-Manager, sammelt meine Web-Fundstücke. Plugins, Technologien, Tools, Know-How, Funpics. Alles Dinge, die ich im Hinterkopf behalten will. Ich will diese Seiten nicht sofort lesen, kann mir aber vorstellen, diese mal irgendwann zu brauchen. Im Gegensatz zur Abstellkammer zuhause, die nach diesem Schema immer voller wird, handelt es sich hier nur um Daten. Die Masse tut hier nicht weh, muss aber beherrschbar sein. Das Tagging-System hat mir hier viel geholfen. Bisher war es nicht nötig, dass auch der Inhalt der Seiten für eine Volltextsuche gespeichert wurde. Bisher habe ich alle Links, die ich bei del.icio.us vermutet hatte, auch wiedergefunden. Die Anzahl an Einträgen ist demnach auch wesentlich höher, als bei Instapaper.

Diese Links sind öffentlich. Das ist ok so. Zwar spiegeln auch diese meine Interessen wieder, aber da es sich meist um unverfängliches, wie Tools, Produkte und Technologien handelt, sehe ich kein Problem darin. Dass mich das Internet und seine Technologie interessieren kann jeder wissen und wo ich mich über diese Themen informiere, kann vielleicht dem ein oder anderen auch Helfen.

Bzgl. Datenschutz und Datenhoheit gibt es hierzu eigentlich keinen Grund für einen Alleingang, aber del.icio.us hat schon mehrmals den Besitzer gewechselt und ich sehe auch kaum eine gut Geschäftsidee. Außerdem waren die letzen Wochen durch Ausfälle geprägt.

WordPress.com

WordPress finde ich einfach nur super – unschlagbar was die Verfügbarkeit an Plugins, Themes und öffentlichem Know-How angeht. Ja, ich kenne die Kehrseite – Stichwort: riesige Angriffsfläche. Ich verfolge ständig die Entwicklung und verschiedenen Strömungen, die WordPress mit sich bringt. Trotzdem bin ich mit dem Service von WordPress.com nicht zufrieden. Sobald ich eines der vielen tollen Plugins, die ich immer wieder entdecke, nutzen will, werde ich ausgebremst. Ich könnte – wenn ich wollte und Zeit hätte – viel mehr aus meinem armseligen Blog machen. Allein der Gedanke, dass das mit WordPress.com nicht gehen wird, ärgert mich.

Hier ist es also weniger der Datenschutz oder Datenhoheit – hey, Blogs sind zum veröffentlichen da – sondern mehr die Funktionalität und Flexibilität die ich mit einem eigenen Server suche.

Email-Client

Der Email-Client ist, neben dem Email-Server der Platz, an dem alle Emails gespeichert sind. Zusätzlich muss er mich mit vielen nützlichen Funktionen unterstützen. Schließlich nutze ich ihn sehr häufig und gerade im Büro ist es einfacher, den WebClient aufzusuchen, anstatt Mails am Smartphone zu tippen.

Der Mailclient von iCloud.com hat sich ewig nicht verändert, und wird es wohl auch nicht mehr (außer Apple stellt einen ganz neuen Client vor, der wird dann sicher einige Features weniger haben). Hier vermisse ich vor allem die Zusammenfassung mehrerer Mails zu eine Konversation und die Unterstützung von Verschlüsselung (PGP). Und obwohl ich meine Domain seit Jahren habe, konnte ich keine Emails mit dieser Domain als Absender versenden – jedenfalls nicht per iCloud.

Also eine Kombination aus Funktionalität/Flexibilität und Datenschutz/Datenhoheit, die es unerlässlich macht, hier endlich Alternativen zu finden.

Kontakte

Meine Kontakte sind mir heilig – eine gute Struktur ist Pflicht und vollständige Datensätze sind unverzichtbar. Ich nutze die Kontakte am Smartphone, am Laptop und auch im Email-Client aus dem Büro heraus. Synchronisation war schon zu Zeiten meines Siemens S35 ein Thema. Der einzige Punkt, bei dem mich iCloud glücklich machen konnte.

Hier wird es schwierig, alle gewohnten Funktionen – es ist nicht lange her, da konnte z.B. Funambol keine Kategorien/Gruppierung von Kontakten, jedenfalls nicht richtig synchronisieren – wiederzubekommen.

„Heilig“ beschreibt auch den Anspruch an Sicherheit, viel zu lange waren die Daten nicht sicher. Zu gerne habe ich mich hinter dem Gedanken „Apple verdient nicht an den Daten, sondern an den Geräten“ versteckt, aber auch bei Apple gilt letztendlich „Wenn es kostenlos ist, dann bist DU die Ware“. Ausserdem zeigt Apple gerade deutlich, dass sie sich selbst am nächsten sind. Bevor die Umsätze einbrechen … breche ich lieber aus.

Kalender

Beim Kalender ist es gleich wie bei den Kontakten. iCloud macht das ganz gut, patzt aber regelmässig bei der Arbeit mit Termin-Einladungen an andere Dienste. Das könnte in Zukunft besser werden, vielleicht bekomme ich das selber besser hin.

Photo-Sharing

Mit Bildern habe ich seit einiger Zeit kein gutes Händchen. Mein Backup-Workflow ist von Apple zerstört worden, ich lösche kaum noch und bin auch weit davon entfernt, irgendwie Ordnung in alle Bilder zu bringen. Gleichzeitig bin ich dabei, in alten Bildern mal was auszusortieren – wer braucht schon 30 Bilder vom Bergpanorama, wenn dieses auf dem Bildschirm nicht annähernd so wirken kann, wie die Realität. Auf Flickr liegen nur noch sehr alte Bilder.

Hierzu wird es sicher mal einen eigenen Artikel geben. Momentan tausche ich Bilder per Dropbox, sammle auch per Dropbox ein (wenn mehrere Leute am gleichen Event fotografiert haben) und speichere per Apples Fotos. Alles nicht sehr geschickt und weit von meinen Ansprüchen entfernt.

Bilder will ich Teilen, manche mit allen, manche nur mit besonderen Personen. Ich stelle mir hier z.B. ein Album vor, dass – je nachdem, wer es ansieht – unterschiedlich viele Bilder anzeigt. Ich will die Kontrolle nicht verlieren – Bilder auf Facebook geht fast garnicht. Bilder mit Freunden drauf geht auch fast nicht.

Das wird noch ein langer Weg.

Notizen

Nur ein Randthema für mich, aber manchmal habe ich tatsächlich Gedanken, die sich nicht in einfache Listen pressen lassen. Das Organisieren von Ausflügen, Recherchen zu WordPress-Projekten oder auch für die nächste große Anschaffung (Auto, Handy/Vertrag, Fernseher) landen dann gerne bei Apples Notizen und werden locker per iCloud auf dem Mac synchronisiert. Zum Teilen gibt es hier nichts, mehr brauche ich eigentlich nicht – wenn da nicht die Server in den USA wären …

Definitiv einer der letzten Punkte, die ich angehen würde.


Ein doch sehr lange Liste an Themen. Ich hoffe sehr, dass ich in den nächsten Monaten die Zeit finde, diese Liste abzuarbeiten und darüber zu berichten.

Zu allem kommt hinzu, dass ich jedes einzelne dieser Systeme total interessant finde. Wie funktionieren diese, was haben sich die Entwickler dabei gedacht? Welche Technologie verwenden sie? Wie einfach ist es für mich, deren Code zu verstehen und ggf. etwas beizutragen?

August 28, 2016 Posted by | development, webservices | Hinterlasse einen Kommentar

Back compatible – Updated iCal for WP Calendar

After some more time and nearly 2500 downloads the new version of iCal for WP Calendar is available.
After WP Calendar author has changed the database scheme in the new version 1.5, it took me ages, to find time for this update. Still seeing, that also the – now outdated – version of iCal for WP Calendar is downloaded continuously, I decided to keep it backward compatible.

So, the new version works fine with WP Calendar 1.5.x and also all previous versions.

New features are:

  • added compatibilty for WP Calendar 1.5.x
  • link of ical feed is printed in the options page

Juni 16, 2013 Posted by | development | , , | 1 Kommentar

Ruby auf MacOS X Lion

Ich bin ja nicht ganz sicher, ob die Ruby Runtime (unter /System/Library/Frameworks/Ruby.framework) schon immer, oder erst nach der Installation von XCode da war. Jedenfalls macht diese Probleme beim Installieren von Programmen per gem (z.B. rails).

Building native extensions. This could take a while…
ERROR: Error installing sproutcore:
ERROR: Failed to build gem native extension.

/System/Library/Frameworks/Ruby.framework/Versions/1.8/usr/bin/ruby extconf.rb
mkmf.rb can’t find header files for ruby at /System/Library/Frameworks/Ruby.framework/Versions/1.8/usr/lib/ruby/ruby.h

Gem files will remain installed in /Library/Ruby/Gems/1.8/gems/eventmachine-1.0.0.beta.4 for inspection.

zwar bringt Lion eine Runtime für Ruby mit, aber die ist im Auslieferungszustand nicht komplett. Es fehlen die Dateien zum

Ich habe zwei Lösungen gefunden:

  1. Ruby komplett neu und unabhängig von Apple installieren (RVM) oder
  2. die Command Line Tools for Xcode (June 2012) installieren (letztere gibt es nur mit Apple Developer ID.

Juni 16, 2012 Posted by | apple, development | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Updated iCal for WP Calendar

After some time and nearly 500 downloads the new version of iCal for WP Calendar is available.
Although I really like git, the repository on github.com will no longer be maintained – wordpress offers the SVN so I use it.

New features are:

  • proven to work work newest wordpress version 3.3.1
  • added check and notification, if WP Calendar is not activated
  • added query parameter ‚category‘ to limit events in the feed

Januar 5, 2012 Posted by | development | , , | 2 Kommentare

iCal for WP Calendar

Presenting:

An extension for the WordPress plugin WP Calendar, which generates iCal / RFC5545 / RFC2445 conform files to be imported in several Calendar applications like Outlook, iCal, Google Calendar.

This is my first WordPress plugin, so I researched several existing plugins like iCal for Events Calendar and Event Calendar 3. As Event Calendar 3 is outdated and I didn’t like the mixup of events and posts, as it’s done in ec3, I switched to WP Calendar, after a long research in event/calendar plugins for WordPress. Althoug the iCal support was a mandatory feature for me, I choosed WP Calendar and promissed to me, to write the iCal extension on my own – so here we are.

Features

  • generate valid iCal file with events from WP Calendar, incl. location, URL to a connected post (if available) and allDay events
  • admin page for the number of past months to include
  • debug flag for easy debugging of the resulting iCal file in the browser itself (file can also be validated using http://icalvalid.cloudapp.net/)

The Plugin was developed under WordPress 3.1.2 and WP Calendar 1.4.3 but will also work with older version of both.

Installation

  1. Unzip in your plugins directory.
  2. Activate the plugin through the ‚Plugins‘ menu in WordPress.
  3. add the link to your template or use following code to generate the URL:
    echo ical_wp_calendar_getIcalUrl();

Download

Until the plugin is submitted to the WordPress.com plugin browser you can download it at github.com:

https://github.com/barclay-reg/ical-for-wp-calendar/

Roadmap

  • add check, if WP Calendar is installed
  • add warning to settings menu, of WP Calendar is not installed
  • add option, to choose the datemode, when queried the events
  • add option, to choose the category / or add this as parameter
  • add option, to choose the time method in iCal: UTC (default now), floating or th timezome, which is specified in wordpress itself

So come and try this plugin, leave me a comment or submit an issue at github.com, if there is a problem.

Cheers,
Barclay

August 25, 2011 Posted by | development | , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Wicket im Vergleich

Für mich und auch für andere sammle ich Informationen über das Web Framework Wicket, ein wunderbares Framework, das für mich das erste, dauerhaft interessante Framework ist, das ich seit dem Kennenlernen von JSP/Servlets gesehen habe. Darum bleib ich auch dran. Jemand der diese Begeisterung schürt ist Peter Thomas.

Sein neuester Beitrag vergleicht die Kombination Seam/JSF mit Wicket. Sehr ausführlich und nachvollziehbar.
Vielen Dank dafür.

Hier noch der Link zu dem Beitrag:  http://ptrthomas.wordpress.com/2009/01/14/seam-jsf-vs-wicket-performance-comparison/

Interessant auch der Vergleich mit GWT: http://ptrthomas.wordpress.com/2008/09/04/wicket-and-gwt-compared-with-code/

so long,
Robert

Januar 16, 2009 Posted by | development | , , , | 1 Kommentar

subversion unter leopard

Eigentlich war ich froh, als ich nach der Installation von XCode auch jede Menge anderer DeveloprtTools auf meinem Macbook hatte. Subversion und Maven waren installiert – wunderbar. 

Jetzt, wo ich mit Eclipse Zugriff auf Subversion Repositories haben will, graut es mir: das von XCode installierte Subversion ist ohne JavaHL bindings, d.h. keine Möglichkeit Subclipse oder Subversive zu nutzen.

Mal sehen of MacPorts hilft.

so long
Robert

November 7, 2008 Posted by | development | , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

OSGi kennenlernen

Außer beim Benutzen von Eclipse (und seinen Plugins) habe ich selbst noch wenig Erfahrung mit OSGi gemacht. Umso wichtiger sind gute Einführungen und Bücher.

Auf seinem Blog Neil’s Point pflegt Neil Bartlett ein Tutorial (OSGi Artikel) und Entwürfe seines später auch freien Buches (OSGi in Practice) raus.

Vermerk für mich: lesen

so long
Robert

November 1, 2008 Posted by | development | , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Ext.JS und Wicket

wie ich gerade erfahren habe, arbeitet eine Kollege von mir bei Innovations an einem Weg, das Javascript Framework Ext.JS mit dem Webframework Apache Wicket zu verbinden. Das was ich gesehen habe, sieht schon sehr interessant aus. Ich freue mich, wenn das mal fertig und public wird.

Bis es soweit ist, müssen unsere Wicket-User in den verschiedenen Projekten beurteilen, ob es auch was taugt.

so long
Robert

Oktober 26, 2008 Posted by | development | , , , | Hinterlasse einen Kommentar